November, 2009

Negri und die Wiederbelebung eines Gespenstes

Foto: karnal panic

Foto: karnal panic, Lizenz: BY-NC-ND

Bereits am Freitag Abend sprach der italienische Politikwissenschaftler Antonio Negri an der HU zu Studierenden, bevor diese vor das Hotel Adlon zogen, um das von der SZ-veranstaltete „Führungstreffen Wirtschaft“ zu stören. Negri hatte den Beginn einer neuen globalen Protestbewegung von Seattle bis Genua ausgerufen. Am nächsten Tag versammelte sich nun erneut ein Haufen Leute um Negri zu hören – die Volksbühne hatte zum Theorieabend geladen. Sogar Journalisten mussten draußen bleiben – so viele folgten dem Ruf.

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Das schwarze Ding in meiner Brust

Lucky Strike

Lucky Strike hat schon immer gerne den Zeitgeist geraucht. Entsprechend lautet die Philosophie der bevorzugten Werbeagentur von British American Tobacco:

Kaum einer glaubt der Werbung. Aber alle Leute glauben das, was sie selber denken. Also muss es der Werbung gelingen, im Kopf der Zielgruppe die gewünschten Gedanken auszulösen.“

Diese Anzeige zeigt demnach einen gesellschaftlichen Wandel auf, der – wenn nicht gewünscht – zumindest ignoriert wird. Ideologiekritik à la Lucky Strike? Toasted.

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Mehr Licht!

Peter Licht

„Love is when we can say that we have the sky, and the sky has nothing“, lautet ein Kommentar von Alain Badiou zum Werk Samuel Becketts, der auch zu Peter Licht passen würde: „Räume räumen“ ist ein Lied, das ein gefühltes Universum beherbergt, mit einer Klaviermelodie unterlegt, verneint, und dann „in weiter Ferne lauter Licht“ verspricht. In den letzten Tagen konnte man nun vereinzelt Kinder beobachten, die den Himmel über Berlin in kleine Laternen packten und damit durch die Straßen stolperten. Alles schön. Und dann beginnt Peter Licht den Abend im Deutschen Theater – drei Tage nach dem gesamtdeutschen Freiheits-Rausch – mit den Worten: „Wir singen die Freiheit“. Muss das sein?

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