September, 2010

We Both Go Down Together

Vimeo hat hat jetzt auch seine Oskars und prämiert am 8. und 9. Oktober in New York die besten Filme in neun Kategorien. Natürlich sitzt jeder mit in der Jury und kann sich so guten Gewissens durch die Schnipsel klicken. Da sucht zum Beispiel He-Man nach seiner Bestimmung, auch die Take Away Shows der Blogotheque sind mit dabei, und in der Kategorie Animation trifft diese tragische Flaschenpost-Beziehung auf einen schon verbloggten Bekannten.

Update: Und die Gewinner sind …

Ecstasy: Die Antitraumapille

Foto: ddaa, Lizenz: by-nc-nd/2.0

MDMA soll bald die Traumata der Kriegsheimkehrer lösen

Rick Doblin spricht langsam und lächelt viel. Sein Mund wirkt trocken, die Augen sind glasig – als ob hier in San Jose, auf dem Kongress für „Psychedelische Wissenschaften im 21. Jahrhundert“, eine Party im Hinterzimmer stattfände. Auf dem Podium aber stellt Doblin klar, dass das Hinterzimmer für ihn gar keine Option wäre: „Es gibt keine Hoffnung für eine Gegenkultur, keine utopische Insel, es gibt kein Außerhalb mehr – wir wollen Teil des Mainstreams werden!“

Doblin ist Gründer der Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS), eine durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzierte Organisation, die sich für die Forschung mit Drogen wie LSD einsetzt. Jenen Drogen, die seit ihrem Verbot 1970 jede medizinische Relevanz verloren haben. Es ist nicht allein Doblins Wunsch, dass sich dies endlich wieder ändert: Seit den neunziger Jahren nimmt das Interesse an einem therapeutischen Einsatz von Psychedelika stark zu. Zum einen wegen vielversprechender Resultate aus Tierstudien, zum anderen aufgrund neuer Erkenntnisse der Hirnforschung, speziell in der Gehirnkartierung, die ein genaueres Wirkungsbild der Substanzen zeichnen.

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