November, 2010

„The Wings Are Not On Fire!“

„Es besteht kein Grund zur Panik“, endet der Fernsehbeitrag. Wo sollte sie auch herkommen, die Panik? Wir haben ja gerade in allen (un)möglichen Anschlagszenerien irgendjemand sagen hören, dass das Leben irgendwie weiter geht; dass sie weiter Glühwein trinken werden. Außerdem sorgen ab sofort noch mehr Menschen für unsere Sicherheit: In den Bahnen, auf der Straße – ein Service, die Durchsagen, die einen immer wieder daran erinnern, das Gepäck nicht unbeaufsichtigt zu lassen; beruhigend, die Maschinengewehre. Und die vielen Hinweise darauf, wachsam zu sein – es funktioniert: Endlich schauen sich die Menschen in den Berliner U-Bahnen wieder gegenseitig an.

Natürlich dient unsere Angst nicht der Pilotenbespaßung. Aber egal, was passiert, „Die Warnung IST der Terror. Die Furcht VOR dem Anschlag ist der Terror.“ (Film und Zitat von hier).  Zur Terrorangst und einem möglichen Ausweg, siehe auch diesen Film hier.

Update: Schöne Aktion zum Thema >> Everything is OK on the New York Subway

Irgendwas mit Liebe und Kryptonit

Foto: elstocker, Lizenz: by-nc-sa/2.0

Mit Geburtstagen ist das ja immer so eine Sache: Man weiß nicht richtig, was man feiern soll; gar nichts machen geht aber auch nicht. Um dieses Dilemma zu umgehen, feiern wir jetzt einfach zwei Tage später. Vorgestern also vor einem Jahr, erschien hier der erste Text. Es ging mit pseudo-tiefsinnigen Anspielungen irgendwie um Peter Licht. Später um Protest, vor allem im Iran – noch ein bisschen zu euphorisch, was die Rolle des Internets in Bewegungen anging. Aber das ist ja sowieso die größenwahnsinnige Frage hier: was tun, wenn man gesellschaftliche Veränderung will?

Wir haben Bartleby zum Schutzpatron des Blogs gemacht, als Symbol für eine erste Weigerung („I’d prefer not to“). Theoretisches Großprojekt  sollte sein, irgendwie zu verkünden, dass sich ein theoretischer Pessimisms und ein gewisser praktischer Optimismus nicht ausschließen, im Gegenteil. Der nächste lange Text wird das weiterspinnen und versuchen, auch die Netzkritik mit einzubeziehen. Denn die ist viel zu häufig nur ein Glaubenskrieg, der auf einer handvoll Studien und individuellen Erfahrungen gründet – entweder man ist ein early-adopting Hipster oder ein Kulturpessimist. Einen gesellschaftskritischen Bezug gibt es viel zu selten.

Alles zu viel blabla? Finde ich auch immer wieder. Deshalb gab es hier auch ein paar feine Kurzfilme, und meistens hatte das ja alles sowieso irgendwas mit der Liebe zu tun. Zum Geburtstag gibt es jetzt eine kurze Reportage dazu. Ich habe den Text für die Evangelische Journalistenschule geschrieben. Da verbringe ich jetzt seit zwei Wochen meine Tage. Björn geht es auch gut. Ab und zu sagt er, dass er ein paar mehr wahnsinnige Filmkritiken schreiben oder neue Comics zeichnen will. Die gehören ja eigentlich dazu: Superman, der sich lieber betrinkt und seiner spätmoderneren Version Platz gemacht hat. Die hat das Kryptonit bereits verinnerlicht. Doofe Situation. Wird auch irgendwann weitergehen. Aber jetzt stellt er hier jemand anders vor, dessen Gestalt man als Antwort auf die demografische Frage verstehen könnte.

Velen Dank noch an Paul von der Ape Unit, der sämtliche Layout-Änderungen geduldig zehnfach zurücknehmen musste, um dann doch wieder alles ganz anders zu machen. Und klar, hier wird eigentlich viel zu wenig gebloggt. Aber ich freue mich, wenn ich noch ein paar mehr Menschen per Google Reader oder tumblr verfolgen kann. Jetzt geht es erst einmal auf Liebessuche … shoot!

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Die Gefahr des Schreckens: Teil 1

Phoetusman1

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Fakt 586: Love Does Not Conquer All

Die Geschichte von Harvie Krumpet dauert nur gefühlte zwanzig Sekunden und sei jedem Faktensammler und Sinnsucher ans Herz gelegt. 2003 gab es den Oskar dafür.