

Die sich fortsetzende Korrespondenz zwischen einem reichen und hilflosen Pärchen und ihrem verwöhnten und verschwenderischen Sohn –
Briefe von den Eltern 1:
11.9.2009
“lieber sohn,
dieses bild mussten wir 367 mal von den wänden unserer fehrienwohnung auf sylt entfernen, der honig mit welchem du es anbrachtest färbte die wände seltsam gelb bis grün ein, was dem umstand zu verdanken ist, dass wir das haus seit ungefähr 2 1/2 monaten nicht mehr aufsuchten. die kosten der renovierung der wände betrugen 12.562 euro, welche wir von deinem bausparvertrag entnehmen werden. des weiteren war die küche von blutigem frostwasser von 58 kilo eingefrorenem rindfleisch überschwemmt. der geruch war fürchterlich und deine mutter konnte vor übelkeit kaum die hand von ihrem mund nehmen. nicht dass du dir es hättest nehmen lassen können unsere wochenend-s-klasse im garten mit bosartigsten fäkalausdrücken zu überziehen, hast du auch noch das katzenklo in der mikrowelle entleeren müssen. nach deinem anschalten haben die verbrannten reste von katzenkot nicht nur die mikrowelle selbst zerstört, sondern auch die gase die decken vollkommen ruiniert. auch dies stellen wir dir mit 7840 euro in rechnung und werden auch dies von deinem bausparvertrag abziehen. auch das aquarium, welches du anscheinend – deiner tierliebe sei dank – mit lebensmittelfarbe einfärbtest, ist in mitleidenschaft gezogen. da es dein aquarium ist, sehen wir von einer finanziellen strafe ab. jedoch sind wir überaus davon erbost, dass du sämtliche möbel mit deinem erbrochenen “einpinseln” musstest. auch dies stellen wir dir für einen unbestimmten betrag in rechnung. wir sind eine sehr offene und freigeistige familie, aber solch ein verhalten können wir nicht länger dulden. sohn, erkläre dich und dein verhalten, ansonsten werden ich und deine mutter sämtliche finaziellen mittel streichen. im übrigen sind sämtliche kreditkarten gesperrt worden. wir haben gehört du bist in unserem gästehaus auf kostarika und bitten dich nicht weiter unfug zu treiben. bitte melde dich.
hochachtungsvoll
dein vater”
13.11.2009
“lieber sohn,
nach zweimonatiger pause schreibe ich dir, weil ich und deine mutter kein lebenszeichen erhalten. uns ist zu ohren gekommen, dass du in los angeles nicht nur mit “leichten mädchen” einen club unsicher machen musstest, sondern auch noch dem barkeeper in wiederholten maße obszön in den schritt gegriffen hast. auf grund dessen wurdest du wohl unter gewalteinflußnahme des etablisments “verwiesen”. nicht das dich das aufhielt dich bis morgens um zehn in einer limousine durch l.a. chauffieuren zu lassen, derweil weitertrinkend kokain von den “titten deiner bitches zu ziehen” (o-ton vom chaufieur), musstest du auch noch lauthals, nachdem du endlich – dem himmel sei dank – von der hiesigen polzei aufgegeriffen worden bist noch im polizeipräsidium “herumkrakelen”, du seist das ergebnis niederster pädophälie. sohn! hast gar keine scham mehr? ich und deine mutter machen uns ernsthaft sorgen um dich und deine geistige gesundheit. so kann es nicht weitergehen. nicht nur, dass du unseren ehrbaren ruf in den dreck ziehst, vergäudest du auch noch sämtliche finanzielle resourcen in “rauschfeste”. bitte sohn, melde dich…
deine sich sorgenden und dich liebenden eltern
p.s.: du hast noch 12346 euro übrig. ich habe bei der bank nachgefragt. bei uns ist der geldhahn zu. wenn wir von dir nichts hören: schau wo du bleibst…”
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