März, 2011

Warum im Netz alle Revoluzzer sind

Die nächste RSA-Animation kommt diesmal zu einem Vortrag von Evgeny Morozov und der Frage „The Internet in Society: Empowering or Censoring Citizens?“ Den Vortrag hat Morozov vor zwei Jahren gehalten, trotzdem ist es eine schöne Einführung zu seiner Auseinandersetzung mit dem „Cyber-Utopismus“, die er in seinem Buch „The Net Delusion“ führt. Morozov wird am 8. April in Berlin den Medienkongress „Die Revolution haben wir uns anders vorgestellt“ eröffnen.  (via)

#Guttbye und die Bodenständigkeit des Internets

Foto: Oszedo, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Was war der Beitrag des Netztes im Fall Guttenberg? Die Antworten auf diese Frage waren teilweise an Netzüberschätzung kaum zu überbieten. An anderer Stelle konnte man dagegen lesen, dass es „das Netz“ sowieso nicht mehr gibt – es gehöre längst zum Medien- und Politzirkus dazu, ist Mainstream geworden. Wenn man überlegt, wie stark eine Facebook-Gruppe die Berichterstattung der letzten Tage geprägt hat, könnte man sogar meinen, es sei der Star in der Manege. Was lernen wir daraus? Ein paar Gedanken zu den vergangenen Tagen.

Letzten Samstag zogen einige Alpha-BloggerInnen, der CCC, sowie Wikileaks-Aussteiger Daniel Domscheit-Berg mit rund 500 Netzmenschen vors Verteidigungsministerium, um dem “Lügenbaron” ihre Schuhsohlen zu zeigen – “weil Worte nicht mehr ausreichen”, wie Initiator Hans Hübner sagte. Das war schön. Und hat deshalb innerhalb von wenigen Tagen soviele Leute angesprochen, weil der Aufruf ein Sachthema mit einer augenzwinkernden Geste kombinierte. Bis auf wenige (Plakat: „Von Gaddafi bis Guttenberg – wir kriegen euch alle!“) haben das auch die meisten verstanden.

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