Björn eine E-Mail schreiben oder seine Texte lesen:

Teil 5: Die Jugend ist vorbei

Die sich fortsetzende Korrespondenz zwischen einem reichen und hilflosen Pärchen und ihrem verwöhnten und verschwenderischen Sohn – Briefe von den Eltern 5 (Teil 1, 2, 3, 4)

03.02.2011

„lieber sohn,

wir sind wieder einmal zutiefst erschüttert. ich hoffe du kannst dir denken, warum. dass du auf unsere anrufe und briefe nicht reagierst, war uns schon seit einer weile klar, aber dass du auf dem geburtstag deiner cousine – sie ist gerade 18 jahre alt geworden, wie du hoffentlich weißt – vollkommen unbekleidet, außer mit etwas, dass deine schwester ganz augenscheinlich als „übergroßen mit was auch immer beschmierten umschnalldildo“ zu identifizieren wusste, macht uns wieder einmal über die maßen sprachlos. nicht nur, dass deine ankunft den bitteren beigeschmack meines in den gartenzaun „hineingepreschten“ ferraris hatte – nein: auch dieses mal mustest du von deiner besten seite glänzen, indem du nicht nur in die bowle „pissen“ musstest, sondern auch lauthals gröhltest: „die jugend ist vorbei! ab nun wird gefickt!!!“

weiterlesen

Teil 4: Bedürfnisse

Die sich fortsetzende Korrespondenz zwischen einem reichen und hilflosen Pärchen und ihrem verwöhnten und verschwenderischen Sohn – Briefe von den Eltern 4 (Teil 1, 2, 3)

03.01.2010

„lieber sohn,

nach unserem letzten intermezzo – und ich hätte nie geglaubt, dass ich das einmal sagen würde – bin ich froh, dass du es einmal geschafft hast, eine unserer forderungen einzuhalten. der wagen war unversehrt in der via moscowa, bis auf dass du während der ganzen „reise“ anscheinend mit angezogener handbremse fahren musstest. auch unser letztes telefongespräch – das erste, seit 1 ½ jahren, welches deine mutter und ich mit dir führen durften! – war recht erfrischend. wie gehabt werde ich die kosten für die „abgeschmierte“ handbremse mit deinem guthaben auf dem bausparkonto begleichen. auf deine bitte hin hatte ich dich an einen guten freund und geschäftspartner nach hong kong vermittelt. leider ist dein vorstellungsgespräch auf grund besorgnis erregender umstände schlecht verlaufen. aus guter quelle wissen wir, dass du nicht nur mit einer zum himmel „stinkenden“ alkoholfahne bei meinem geschäftspartner „aufgekreuzt“ bist. wir hatten schon gerüchte von bekannten zu ohren bekommen über dein „problem“. viel bestürzter waren wir über die rechnung welche uns dein hotel zustellte. du hast nicht nur die minibar x-mal geplündert sondern auch einige „runden“ in der hotelbar geschmissen. nicht nur, dass du zum wiederholten male frauen gegen bezahlung auf dein zimmer genommen hast, konntest du dir es wiederum nicht nehmen lassen, dem hotelmanager auf die schuhe zu urinieren, weil der keinen „alk“ mehr ausschenken lassen wollte. lieber sohn! es gibt lösungen für jedes problem! ich habe kontakte zu suchtkliniken – weltweit! (wer weiß warum) lass dir helfen! melde dich bald…

in liebe
deine sich sorgenden eltern

p.s.: die hotelrechnung begleichen diesmal wir – wegen deines guten willens…“

weiterlesen

Teil 3: Rufschädigung

Die sich fortsetzende Korrespondenz zwischen einem reichen und hilflosen Pärchen und ihrem verwöhnten und verschwenderischen Sohn – Briefe von den Eltern 3 (Teil 1, 2):

13.07.2010

„lieber sohn,

es nimmt kein ende. dies ist wieder einmal ein versuch dich zu erreichen. und eine bestandsaufnahme: bei unserem letzten besuch in unserem apartment in stockholm fanden wir verheerende zustände vor. nicht nur, dass du laut concierge peterson „willenlos“ auf unser hochzeitsbett urinieren musstest, was zur folge hatte, dass die „flüssigkeit“ durch die dielen und die decke sickerte und einen erheblichen schaden am stuck unserer nachbarn im unteren stockwerk anrichtete, hast du es obendrein auch noch geschafft, das telefon aus der wand zu reißen und auf dem gaßherd solange zu „kochen“ bis von selbigen nichts mehr übrig blieb als eine schwarze „masse“! der herd kaputt, die luft vollkommen verpestet, die wände wieder einmal komplett von dem qualm ruiniert! summa sumarum sind das einmal wieder 8789 euro, welche ich gern von deinem bausparguthaben abziehe. auch das über die maßen ausgelassene feiern konnte dich nicht davon abhalten unseren volvo zu schrott zu fahren, weil du noch einmal eben „kurz“ bier holen gehen wolltest!?!

weiterlesen

Teil 2: Absprung

Foto: Douglas Dollars, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Die sich fortsetzende Korrespondenz zwischen einem reichen und hilflosen Pärchen und ihrem verwöhnten und verschwenderischen Sohn –
Briefe von den Eltern 2 (Teil 1):

05.03.2010

“lieber sohn,

wir haben bereits 6 monate nichts von dir gehört, dafür umso mehr von deinen eskapaden! wiedermal wurde uns zugetragen, was passiert ist. anscheinend hast du dich kürzlich in san fancisco so “zulaufen” lassen, dass nicht nur der fußraum des beifahrersitzes eines taxis, welches du wohl nehmen musstest durch dein erbrochenes (wieder mal) in mitleidenschaft gezogen worden ist, sondern du anscheinend deinen “stuhl” nicht halten konntest. die rechnung der taxireinigung betrugen 467 dollar, welche wir unter keinen umständen begleichen werden! auch die blessuren, welche dir aufgrund dessen von dem taxifahrer beigebracht worden sind, werden wir nicht zur anzeige bringen. all das ist deine eigene schuld!
der gipfel jedoch ist, dass du es nicht nur geschafft hast, noch ein weiteres mal im krankenhaus während des magenauspumpens das bett voll zu „koten“ (vom hörensagen ein zum erbrechen bestialischer gestank – wie wir uns für dich schämen magst du dir nicht ausmalen!), sondern auch noch, als du wohl wieder relativ „klar“ warst, vorherig beschriebenes taxi auf irgend eine art und weise zu stehlen, damit durch die haupteingangstüre in die notaufnahme zu rasen und mit einem großen: “fickt euch alle – ihr scheiß-bourgeoisie-kapitalisten-wichser!” sich im krankenhaushemd zu verabschieden!!! solch ein verhalten können wir nicht länger hinnehmen, und die kosten trägst du! auf grund dessen, dass du dich im ausland aufhälst und wir deiner nicht habhaft werden können, haben wir uns dazu entschlossen, sämtliche deiner konten einzufrieren bis du dich bei uns meldest.

mit freundlichem gruß
deine eltern“

weiterlesen

I’m Still Here

BB
BB

Die sich fortsetzende Korrespondenz zwischen einem reichen und hilflosen Pärchen und ihrem verwöhnten und verschwenderischen Sohn –
Briefe von den Eltern 1:

11.9.2009

“lieber sohn,

dieses bild mussten wir 367 mal von den wänden unserer fehrienwohnung auf sylt entfernen, der honig mit welchem du es anbrachtest färbte die wände seltsam gelb bis grün ein, was dem umstand zu verdanken ist, dass wir das haus seit ungefähr 2 1/2 monaten nicht mehr aufsuchten. die kosten der renovierung der wände betrugen 12.562 euro, welche wir von deinem bausparvertrag entnehmen werden. des weiteren war die küche von blutigem frostwasser von 58 kilo eingefrorenem rindfleisch überschwemmt. der geruch war fürchterlich und deine mutter konnte vor übelkeit kaum die hand von ihrem mund nehmen. nicht dass du dir es hättest nehmen lassen können unsere wochenend-s-klasse im garten mit bosartigsten fäkalausdrücken zu überziehen, hast du auch noch das katzenklo in der mikrowelle entleeren müssen. nach deinem anschalten haben die verbrannten reste von katzenkot nicht nur die mikrowelle selbst zerstört, sondern auch die gase die decken vollkommen ruiniert. auch dies stellen wir dir mit 7840 euro in rechnung und werden auch dies von deinem bausparvertrag abziehen. auch das aquarium, welches du anscheinend – deiner tierliebe sei dank – mit lebensmittelfarbe einfärbtest, ist in mitleidenschaft gezogen. da es dein aquarium ist, sehen wir von einer finanziellen strafe ab. jedoch sind wir überaus davon erbost, dass du sämtliche möbel mit deinem erbrochenen “einpinseln” musstest. auch dies stellen wir dir für einen unbestimmten betrag in rechnung. wir sind eine sehr offene und freigeistige familie, aber solch ein verhalten können wir nicht länger dulden. sohn, erkläre dich und dein verhalten, ansonsten werden ich und deine mutter sämtliche finaziellen mittel streichen. im übrigen sind sämtliche kreditkarten gesperrt worden. wir haben gehört du bist in unserem gästehaus auf kostarika und bitten dich nicht weiter unfug zu treiben. bitte melde dich.

hochachtungsvoll
dein vater”

weiterlesen

Die Gefahr des Schreckens: Teil 1

Phoetusman1

weiterlesen

Neue Helden

kryptonite_products_500

pennies_500krypto underground_500

(to be continued…)

The Postmodern Condition

Superman