Tag ‘Gehirn’

Neuronales Kneten

brain500

Nicholas Carr findet, dass durch das Netz unser Denken verflacht – gibt es dafür Belege?

Auch Bernd, das Brot, hat sich jetzt in die Diskussion eingeschaltet. Die Sendeleitung vom Kinderkanal hat ihm ein Handy an die Hand geklebt, damit er immer erreichbar ist. „Mist“, ärgert sich Bernd, denn: „Das Internet ist mein Versau-mir-meine-Welt-Otron.“ Wie Bernd, das Brot, fühlen sich viele, und das diesjährige Sommerloch ist deshalb mit der Angst gefüllt, dass es schon bald gar kein Sommerloch mehr geben wird – dass der Strom von Informationen und Themen unbeirrt durch uns hindurch rauscht, während wir im Urlaub versuchen abzuschalten. Geht das überhaupt noch, abschalten? Für Journalisten muss es besonders schwer sein. Alex Rühle, Kulturredakteur der Süddeutschen Zeitung, hat ein halbes Jahr auf digitale Hilfsmittel verzichtet. Und musste dafür ein halbes Jahr den Spott seiner Redaktion ertragen: „Kann dem Kollegen das mal jemand auf eine Kuhhaut ritzen?“

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Netzkritik: Die Angst, ein Werkzeug zu sein

Hamlet

Foto: Hartwig HKD, Lizenz: CC-BY-ND

Der Wunsch der Netz-Kritiker ist immer derselbe: Das Internet solle endlich das tun, was wir von ihm verlangen, „richtig funktionieren“. So beginnt auch das Manifest über „Die Zukunft des Internets„, das David Gelernter für die Sonntagszeitung der FAZ schrieb. Im Vorspann ist die Rede von einem unbändigen „Fluss aus all den Informationen“ und David Gelernter fragt ganz im Sinne des FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher, „was wir tun könnnen, um nicht in ihm zu ertrinken“.

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