Tag ‘Mensch/Maschine’

Digitale Revolution: „Ein bisschen Körper wird schon bleiben“

Dass man sich Revolutionen eigentlich nie so richtig vorstellen kann, räumte Taz-Chefin Ines Pohl gleich zu Beginn vom Taz/Freitag-Medienkongress „Die Revolution haben wir uns anders vorgestellt“ ein: Als der Kongress vor einem halben Jahr geplant wurde, habe noch keiner ahnen können, was sich jetzt in der arabischen Welt abspiele, sagte Pohl. Um den Ereignissen gerecht zu werden, habe man das Programm deshalb immer wieder umstellen müssen.

Die „digitale Revolution“ scheint uns dagegen schon eine halbe Ewigkeit zu begleiten. Und, das ist ja das schöne, trotzdem gehen die Vorstellungen darüber, was sie für uns bedeutet, immer noch weit auseinander und reichen vom wirkunsvollstes Instrument des Kapitalismus bis hin zur Erlösung von der eigenen Körperlichkeit – oder, in unserem Fall: Philosoph Joseph Vogl vs. K1-Bewohner und Dschungelcamper Rainer Langhans.

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„Because it’s dull, doesn’t mean it’s not true“

Ich bin wirklich kein Fan von permanenten historischen Vergleichen und Parallelen oder Zitaten toter Männer. Was davon am Schluss bei mir bleibt, ist das Gefühl, dass alles schon einmal da war und man sich genauso gut zurücklehnen und es sich gemütlich machen kann. Aber hier mal eine ausdrückliche Einladung zum Zurücklehnen. Denn die Diskussion zwischen Marshall McLuhan (Wired zu seinem 99. Geburtstag am 21. Juli) und dem Schreiberling Norman Mailer von 1967 ist in vielen Teilen interessanter als heutige Talkrunden zu dem Thema. Es geht um Medienrevolutionen und wie sich die Menschen an eine neue (elektronische) Natur anpassen, wenn die alte abgeschafft ist.

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Träum was Schönes, liebe Maschine

Heute hat David Gelernter in der Reihe Netzkritik der FAZ/FAS (die ich immer gerne lese) einen schönen Artikel über „Die Traumlogik des Denkens“ geschrieben. Was unterscheidet uns von Maschinen und Netzalgorithmen, können Maschinen eigentlich Menschen werden?

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„If you disagree, I am truly sorry.“

(via)

Netzkritik: Die Angst, ein Werkzeug zu sein

Hamlet

Foto: Hartwig HKD, Lizenz: CC-BY-ND

Der Wunsch der Netz-Kritiker ist immer derselbe: Das Internet solle endlich das tun, was wir von ihm verlangen, „richtig funktionieren“. So beginnt auch das Manifest über „Die Zukunft des Internets„, das David Gelernter für die Sonntagszeitung der FAZ schrieb. Im Vorspann ist die Rede von einem unbändigen „Fluss aus all den Informationen“ und David Gelernter fragt ganz im Sinne des FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher, „was wir tun könnnen, um nicht in ihm zu ertrinken“.

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